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Judith Sodann

Viel mehr als Kraut und Rüben – Fraktionssitzung mit dem Regionalbauernverband

„Mehr als 35% der nordsächsischen Landwirte schätzen ihr Image in der Bevölkerung mittelmäßig, 30% sogar schlecht ein – und das trotz hoher Anstrengungen seitens der Betriebe, um die Verbraucher aufzuklären und zu zeigen, was die Landwirtschaft heute leistet. So veranstalten mehr als dreiviertel der nordsächsischen Landwirtschaftsunternehmen Hoffeste, Tage der offenen Tür und vieles mehr, um einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen und die tägliche Arbeit transparent zu machen.“ (Quelle: www.landwirtschaft-nordsachsen.de )

Um direkt zu erfahren, mit welchen Tücken, Höhen und Tiefen landwirtschaftliche Unternehmen es auch seitens der Politik zu tun haben, haben wir Vertreter des Regionalbauernverbandes Delitzsch e.V. zu unserer Fraktionssitzung nach Eilenburg eingeladen. In Nordsachsen gibt es zwei dieser Verbände, die als Schnittstelle zur Politik quasi als „Gewerkschaft für Landwirte“ tätig sind. Zu (gedecktem) Tisch und Gespräch durften wir die Geschäftsführerin Christine Richter, den Vorsitzenden Tilo Bischoff, Karsten Ittner (Agrargenossenschaft Heideglück in Sprotta sowie Agrargut Woellnau in Doberschütz) und Andrea Lienig vom Kartoffelhof Lienig in Delitzsch bitten.

In offener und zugewandter Atmosphäre ging es querbeet durch vielfältige Themen, eines war die Möglichkeiten der Erzeugung und Nutzung regenerativer Energien. Biogasanlagen sind dafür ein Beispiel, eine neue Idee sind Solarzellen „auf Stelzen“, sodass die Felder darunter parallel bewirtschaftet werden können. Das Verfahren nennt sich Agri-Photovoltaik. Am 31.Mai 22 gibt es übrigens eine Infoveranstaltung dazu mit dem Titel: Agri-Photovoltaik – Chance für Landwirtschaft und Energiewende? (Mehr dazu unter dem link  www.vee-sachsen.de/AgriPV2022)

Ein weites Feld ist auch die ökologische Landwirtschaft und die Frage, wo deren Grenzen liegen und warum. Insgesamt war es aufschlussreich und spannend, wie komplex und verwoben die Bereiche Ökologie, Wertschöpfung, Artenvielfalt, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Preisdruck, Bürokratie, Energie, Erziehung und mehr sind und nichts für sich allein betrachtet werden kann.

Mit offenen Ohren und teilweise auch Mündern bekamen wir Einblicke in viele Zusammenhänge, politische Fehlentscheidungen und Möglichkeiten, die uns zudem unterhaltsam und anschaulich präsentiert wurden. Vielen Dank für den intensiven Austausch und damit verbundene Denkanstöße!

 

Wir hoffen, dass Sie das vergangene Jahr gut überstanden haben und mit Zuversicht im Neuen ankommen konnten. Das bleibt eine Herausforderung, der wir uns alle stellen dürfen.

Aber: Es war nicht alles schlecht und es wird nicht alles schlecht. Dafür setzen wir uns als LINKE weiter ein. Wir wünschen uns und Ihnen ein soziales, friedliches, gerechtes und nachhaltiges Miteinander in Nordsachsen.

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