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Peter Streubel - Kreisrat

"Neujahrsempfang"- Leserzuschrift

Richtiges, Bedauerliches und Nachdenkliches

Richtiges, Bedauerliches und Nachdenkliches


Der gestrige Neujahrsempfang des Landrates hat sicher allen Eingeladenen bzw. Anwesenden deutlich gemacht, welche Anstrengungen 2010 und danach notwendig sind, Entwicklung im Landkreis zu garantieren. Dieser Wille und große eigene Anstrengungen trotz größter finanzieller Hindernisse zu unternehmen, machten viel Sinn an diesem Abend in Bad Düben. Diese
Veranstaltung war so deshalb, das kann man anerkennen, mutig, richtig und notwendig.

Dass aber die weitere Unterstützung der Bundeswehr in Afghanisatan angemahnt wurde ist bedauerlich und unnötig und wird von mir abgelehnt Nicht  unsere fehlende Unterstützung gefährdet das Leben engagierter Soldaten, sondern die irrige und riskante Strategie, Krieg und steigender Einsatz militärischer Mittel könnten Sicherheit und Fortentwicklung an Brennpunkten oder in der ganzen Welt fördern. Als 1941 (!) in Schlesien Geborener und als Geschichtslehrer (In der Ausbildung las ich dazu in der deutschen Bücherei etliche ost-und westdeutsche Abhandlungen zum 20.Jahrhundert) erlebte ich bzw. weiß ich, dass  miltärische Fehleinschätzungen und -leistungen des vergangenen Jahrhunderts dem deutschen Volk mehr als Schaden zugefügt haben.
Durch einen als "Einsatz" bezeichneten Krieg ist, das zeigen auch jetzt die wirklich aktuellen Existenz-und Versorgungsprobleme in Haiti, nicht und niemals zu gewinnen.Denn gegen Elend, Verzweifelung, Unterentwicklung, fehlende Einbindung in das internationale gemeinsame Tun hätte es ganz anderer Kräfte seit Jahren bedurft. Die bisherige Strategie im Mittleren Osten ist gescheitert. Also: (Militärisch) Raus aus Afghanistan, ran an eine-jetzt noch schwerere- abgestimmt geförderte Entwicklungspolitik.
Das war am gestrigen Abend auch den Teilnehmenden irgendwie bewußt. Nach den lobenden Worten des Landrates z.B. zum Wirken der Polizei, die sich sichtlich um innere Sicherheit müht und
kräftemäßig strapaziert wird, gab es spontanen Beifall.
Als der Afghanisatan-Krieg um Verständnis bittend, ohne nur einen einzigen Ausweg-Schritt zu fordern, angesprochen wurde, rührte sich keine Hand. Das muss uns und den anwesenden Uniformierten mehr als zu denken geben!

Wir hoffen, dass Sie das vergangene Jahr gut überstanden haben und mit Zuversicht im Neuen ankommen konnten. Das bleibt eine Herausforderung, der wir uns alle stellen dürfen.

Aber: Es war nicht alles schlecht und es wird nicht alles schlecht. Dafür setzen wir uns als LINKE weiter ein. Wir wünschen uns und Ihnen ein soziales, friedliches, gerechtes und nachhaltiges Miteinander in Nordsachsen.

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