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LVZ, Delitzsch-Eilenburg

Nordsachsens Busverkehr wird in Krostitz überwacht

Die neue Busleitzentrale ist seit Monatsbeginn in Betrieb.

Die LVZ hat sich vor Ort umgeschaut, wie das funktioniert.

Krostitz. Das ist also die neue Busleitstelle für ganz Nordsachsen: Mike Sprenger hat seinen Arbeitsplatz vor zwei Bildschirmen. Ein weiterer Platz nebenan ist noch frei. Und im Flur steht auch noch ein größerer Übersichtsmonitor bereit, der aber noch installiert werden soll. Seit 1. April ist die Busleitzentrale in Krostitz in Betrieb. Von hier aus haben Mike Sprenger und seine beiden Kollegen im Blick, wie die Busse durch ganz Nordsachsen fahren. Seit Jahresbeginn sind der Omnibusverkehr Heideland und Omnibus Leupold, die beide schon vorher in Besitz des Landkreises waren, zum Unternehmen Nordsachsen Mobil (NoMo) fusioniert. Der Busverkehr wird nun aus einer Hand organisiert, private Busunternehmen sind als Subunternehmer beauftragt. 

Beim Besuch in der Zentrale zeigen die meisten Felder in der Tabelle auf dem Monitor beruhigendes Grün. Wenn Mike Sprenger auf eine andere Darstellung umschaltet, kann er den Verlauf sehen: Die Vergangenheit ist farbig. Da zeigt sich von Grün, das auch hier dominiert, über Gelb und Rot, wie pünktlich bis unpünktlich ein Bus auf der Strecke war. Manchmal gibt es auch hellblaue Felder. Dann war der Bus sogar schneller da, als der Fahrplan auswies. Natürlich sind Verspätungen nicht erwünscht. Aber ein Bus, der zu früh vor der Nase wegfährt, ist ebenso ärgerlich. Also sollte der Vorsprung keinesfalls ausgebaut, sondern an der Haltestelle abgewartet werden.

Darauf zum Beispiel kann Mike Sprenger nun von der Leitstelle aus aufmerksam machen. Aber nicht per Funk oder etwa per Handy. Es werden Textnachrichten auf den Kassenbildschirm im Bus gesendet. Sprachnachrichten über dieses System sind eventuell in Zukunft möglich.

Mike Sprenger kennt einige der Kollegen. Denn bis Ende Februar steuerte er selbst regelmäßig einen Bus vor allem auf Bad Dübener Strecken. Und aushilfsweise wird er auch weiter Busse fahren. Insgesamt hat er das 34 Jahre lang getan. Davon fünf Jahre in München und 20 Jahre in Dachau. Seit 2017 ist er wieder in der alten Heimat. „Mit 58 Jahren noch etwas Neues mit aufzubauen, ist auch mal etwas anderes“, kommentiert er seine neue Arbeitsstelle. Die neue Leitstelle zeigt, dass mit dem neuen Unternehmen Nordsachsen Mobil der Busverkehr im Landkreis aus einer Hand organisiert wird. Mit ihr wird aber ebenso die Verbindung zu den Disponenten in den einzelnen Betrieben gehalten, die als Subunternehmer auf den Linien fahren.

Von der Leitstelle aus kann reagiert und organisiert werden, wenn es erhebliche Verspätungen oder Ausfälle gibt. Es ist auch möglich, die Entscheidung zu treffen, ob ein Bus noch auf einen verspäteten Zubringer wartet, oder ob es sich nicht lohnt, weil schon der nächste Bus kommt oder gar kein Fahrgast diesen Zubringer erreichen will. Wenn es einen Unfall oder einen Stau gibt, können weitere Busse umgeleitet werden.

Im Unternehmen kommen durchaus Fahrgastbeschwerden an, wenn Anschlüsse nicht funktionieren. „Da können wir uns ansehen, woran es liegt, ob zum Beispiel der Fahrplan nicht stimmt“, sagt Bereichsleiter Matthias Neumann. Das sind auch Erkenntnisse, die in die für Ende August geplante Streckenreform einfließen könnten.

Wir hoffen, dass Sie das vergangene Jahr gut überstanden haben und mit Zuversicht im Neuen ankommen konnten. Das bleibt eine Herausforderung, der wir uns alle stellen dürfen.

Aber: Es war nicht alles schlecht und es wird nicht alles schlecht. Dafür setzen wir uns als LINKE weiter ein. Wir wünschen uns und Ihnen ein soziales, friedliches, gerechtes und nachhaltiges Miteinander in Nordsachsen.

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