Aus dem Kreistag
Redemanuskript zur Beschlussvorlage „Verkauf Schullandheim Reibitz“ (Drucksache 4-161/26)
Es gilt das gesprochene Wort!
Redemanuskript zur Beschlussvorlage „Verkauf Schullandheim Reibitz“ (Drucksache 4-161/26)
//Anrede//,
mit dem Verkauf des Schullandheims Reibitz gehen wir einen vernünftigen und eigentlich längst überfälligen Schritt. Ich bin bekanntermaßen ein genereller Skeptiker von unbedachten Privatisierungen, die oftmals nach wenigen Jahren ein böses Erwachen bringen. Hier aber sage ich ganz ausdrücklich und mit Freude: Diese Privatisierung ist gut durchdacht. Sie ist ganz gewiss keine Rosinenpickerei. Genau so sollten wir es machen!
Natürlich rettet das nicht im Entferntesten unseren Kreishaushalt, zeigt aber unseren guten Willen, über eine sinnvolle Neuordnung unseres Freiwilligenbereichs nachzudenken und entsprechend zu handeln. Wir haben hier ein ambitioniertes und recht schlüssiges Konzept bekommen. Ich sehe eine echte Win-Win-Situation. Das Schullandheim als naturnahes Kleinod wird zumindest für die nächsten 5 Jahre und hoffentlich noch viel länger gerettet. Dies verspricht eine deutlich bessere Auslastung bei steigender Attraktivität und - dies ist besonders wichtig - moderaten Preisen. Die in den beiden Folgejahren versprochenen Investitionen in Höhe von rund 360.000 Euro sind beträchtlich und rechtfertigen insofern den relativ niedrigen Kaufpreis von 120.000 Euro.
Eine letzte und nicht ganz unwichtige Frage bleibt noch offen und wird hoffentlich positiv entschieden:
Hat der KSV (Kommunaler Sozialverband) inzwischen über die fortwährende Zweckbindung der in den Jahren 2015 bzw. 2019 ausgereichten Fördermittel für die seinerzeit getätigten Investitionen entschieden, damit unser Landkreis nicht noch rund 400.000 EURO innerhalb der 25-jährigen Zweckbindungsfrist zurückzahlen muss? Es wäre schön, wenn wir vor der Abstimmung über diese Frage Klarheit hätten!
Wie wünschen den Initiatoren der Schullandheim-GmbH jeden Erfolg und viel Freude mit diesem anspruchsvollen Projekt!
