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Begrenzung der Dispozinsen ist das Gebot der Stunde!
Es kann nicht sein, dass sich die Banken Geld zu einem Zinssatz von gegenwärtig 0,75% von der Europäischen Zentralbank EZB leihen können, während die Dispozinsen für ihre Kunden bei deutlich über 10 Prozent liegen. So verlangt unsere Sparkasse Leipzig, die sich vollständig in kommunaler Hand befindet, einen Sollzinssatz von 12,74 % auf Dispositionskredite, während der Guthabenzins mit Ausnahme des GiroFlex-Kontos für Jugendliche bis 18 Jahren (2 %) bei Null liegt. Nach einem Vergleich, den unlängst die Stiftung Warentest zwischen 1.600 Banken angestellt hat, bewegt sich unsere Sparkasse damit wenig rühmlich im hinteren Mittelfeld.
Es kann nicht sein, dass sich die Banken Geld zu einem Zinssatz von gegenwärtig 0,75% von der Europäischen Zentralbank EZB leihen können, während die Dispozinsen für ihre Kunden bei deutlich über 10 Prozent liegen. So verlangt unsere Sparkasse Leipzig, die sich vollständig in kommunaler Hand befindet, einen Sollzinssatz von 12,74 % auf Dispositionskredite, während der Guthabenzins mit Ausnahme des GiroFlex-Kontos für Jugendliche bis 18 Jahren (2 %) bei Null liegt. Nach einem Vergleich, den unlängst die Stiftung Warentest zwischen 1.600 Banken angestellt hat, bewegt sich unsere Sparkasse damit wenig rühmlich im hinteren Mittelfeld.
Viele Menschen leiden unter den hohen Zinsen, vor allem wenn sie durch niedrige Einkommen immer wieder gezwungen sind, einen kurzlaufenden Überziehungskredit aufzunehmen. Oft öffnet sich dadurch eine Spirale wachsender Verschuldung von Privathaushalten, im Extremfall bis hin zur Privatinsolvenz.
Die immer wieder vorgebrachten Argumente der Banken für die hohen Dispozinsen stimmen nicht. Weder gibt es gegenwärtig einen erhöhten Verwaltungsaufwand gegenüber der Vergangenheit noch eine erhöhte Ausfallquote. Vielmehr bewegt sich letztere auf dem historischen Tief von 0,2 % Ausfallrisiko.
Gerade ein öffentliches Kreditinstitut muss ein anderes Geschäftsmodell verfolgen als die Privatbanken. Die Sparkasse Leipzig ist ein öffentliches Kreditinstitut mit starker Stellung im Privatkundengeschäft. Sie war in den letzten Jahren trotz der Finanzkrise ertragskräftig genug, um Jahr für Jahr Millionenbeträge für das Sponsoring von Kultur und Sport aufzubringen. Zum öffentlichen Wohl aber gehört auch das Wohl der Einkommensschwächeren in der Region.
Daher ist zu fordern, dass die Zinsen für einen Dispositionskredit bei den Privatgirokonten der Sparkasse Leipzig ab dem kommenden Geschäftsjahr - so wie bei vergleichbaren Kreditinstituten - nicht höher als 8,5 % über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank EZB liegen. Die LINKE im Kreistag Nordsachsen wird einen Antrag in den Geschäftsgang bringen, mit dem die Verwaltungsratsmitglieder der Sparkasse aufgefordert werden, auf diese notwendige Begrenzung der Dispozinsen hinzuwirken.
Dr. Michael Friedrich
Fraktionsvorsitzender
