Aktuelle Meldungen
Biedenkopf – Personenkult auf Kosten der Steuerzahler
Der ehemalige Ministerpräsident Prof. Kurt Biedenkopf ist gerade dabei, seinen verdienten Ruf als eine herausragende Persönlichkeit der neueren sächsischen Geschichte nachhaltig zu ruinieren. Natürlich spricht nichts gegen die Veröffentlichung seiner persönlichen Tagebücher. Diese können - wenngleich überflüssigerweise mit vielen „Ingrid-Zitaten“ gewürzt - tatsächlich ein wichtiges zeitgenössisches Dokument seiner Regierungszeit werden. Alles aber spricht gegen die höchst zweifelhafte Finanzierung mit über 300.000 EURO aus Steuermitteln, die dem Projekt seitens der Staatskanzlei über die CDU-nahe Adenauer-Stiftung zugeschanzt worden sind.
Der ehemalige Ministerpräsident Prof. Kurt Biedenkopf ist gerade dabei, seinen verdienten Ruf als eine herausragende Persönlichkeit der neueren sächsischen Geschichte nachhaltig zu ruinieren. Natürlich spricht nichts gegen die Veröffentlichung seiner persönlichen Tagebücher. Diese können - wenngleich überflüssigerweise mit vielen „Ingrid-Zitaten“ gewürzt - tatsächlich ein wichtiges zeitgenössisches Dokument seiner Regierungszeit werden. Alles aber spricht gegen die höchst zweifelhafte Finanzierung mit über 300.000 EURO aus Steuermitteln, die dem Projekt seitens der Staatskanzlei über die CDU-nahe Adenauer-Stiftung zugeschanzt worden sind.
Ich habe Kurt Biedenkopf über 12 Jahre lang im Sächsischen Landtag aus nächster Nähe erlebt. Er war ein überaus kreativer und innovativer Politiker. Er hat es verstanden, viele Menschen für seine Ideen zu begeistern. Maßgeblich er hat es geschafft, den Sächsinnen und Sachsen wieder ihren Stolz zu geben.
Umso unverständlicher ist mir sein jetziges Tun, sein ganz persönliches Buchprojekt, dessen Rechteinhaberin und damit finanzielle Nutznießerin auch noch ausgerechnet Ehefrau Ingrid ist (!), in Größenordnungen aus Steuermitteln alimentieren zu lassen. Das übertrifft den seinerzeitigen IKEA-Skandal, der maßgeblich mit zu Biedenkopfs Rücktritt geführt hat, um Größenordnungen. Das jetzt sind schwarzer Filz und politische Korruption in Reinkultur. Das jetzt ist staatlich geförderter Personenkult, wie er sonst nur noch in Nordkorea zu besichtigen ist.
Wie viele sinnvolle ehrenamtliche Projekte ließen sich wohl mit diesen 300.000 Euro fördern, die jetzt über die Adenauer-Stiftung an die Biedenkopfs geflossen sind?
Dr. Michael Friedrich, Fraktionsvorsitzender
