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Die Charta Leipziger Neuseenland 2030 – ein gutes Beispiel für Bürgerbeteiligung

Schon im Juli verabschiedete der Kreistag die Charta Leipziger Neuseenland 2030 (Drs. 2-110/15/2), die die Zukunftsstrategie für dessen Entwicklung in den nächsten fünfzehn Jahren festlegt. Da sie auch den Handlungsrahmen für die Kommunalpolitik darstellt, was die Seen vor allem im Altkreis Delitzsch-Eilenburg angeht, hat die LINKE Kreistagsfraktion Frau Zabojnik von der AG Gewässerverbund in ihre Septembersitzung eingeladen.

 

 

Schon im Juli verabschiedete der Kreistag die Charta Leipziger Neuseenland 2030 (Drs. 2-110/15/2), die die Zukunftsstrategie für dessen Entwicklung in den nächsten fünfzehn Jahren festlegt. Da sie auch den Handlungsrahmen für die Kommunalpolitik darstellt, was die Seen vor allem im Altkreis Delitzsch-Eilenburg angeht, hat die LINKE Kreistagsfraktion Frau Zabojnik von der AG Gewässerverbund in ihre Septembersitzung eingeladen.

Die Idee, eine solche Charta auszuarbeiten, entstand in Auswertung der Eröffnung des Leipziger Floßgrabens, die von Protesten einiger Umweltverbände begleitet war. Im Herbst 2011 entstand ein erster Rohentwurf der Charta. Dem folgte eine umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, Bürgerinitiativen, Kommunen, Unternehmen, Verbände und Vereine.

Der Entwurf wurde im Internet veröffentlicht und es gab die Möglichkeit, sich online zu beteiligen. Dem folgten Foren und öffentliche Workshops. Ende 2014 wurde in Nordsachsen eine telefonische Meinungsumfrage durchgeführt.

Die Charta besteht aus neun Thesen wie zum Beispiel „Das mobile Leipziger Neuseenland“. Dahinter steht die Vision eines attraktiven und barrierefreien Nahverkehrssystems, durch das alle Ausflugsziele bequem auch ohne Auto erreicht werden können.

Auch der Regionale Planungsverband Westsachsen hat die Charta mit beschlossen, die somit auch für die Kommunen bindend ist. Die nordsächsischen Städte und Gemeinden, in deren Hand das Planungsrecht liegt, gehören zu den wichtigsten Akteuren bei der Umsetzung.

Das naturnahe und das entspannende Neuseenland sind zwei Thesen, die zum Beispiel am Werbeliner See eine Rolle spielen. Dieser soll naturverträglich genutzt werden, könnte aber auch mit einem kleinen Badestrand am Brodauer Zinken zusätzliche Erholungsmöglichkeiten für die Delitzscher bieten.

Die Charta Leipziger Neuseenland 2030 verspricht „[...] Transparenz, Kommunikation, Fortschreibung und Einbringung in laufende und künftige Planverfahren [...]“ und bleibt damit ein gutes Beispiel für Bürgerbeteiligung.

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