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Foto: M.H.

Digitale Klassengesellschaft verhindern!

Dr. Michael Friedrich

Es ist ein schöner Erfolg auch für uns LINKE, dass Nordsachsen mit rund 105 Mio. Euro, davon 67 Mio. Fördermitteln vom Bund, 28 Mio. vom Land und 10 Mio. Eigenmitteln der Kommunen nun endlich den Sprung in eine flächendeckende Versorgung mit dem schnellen Internet zu meistern scheint. Dr. Michael Friedrich, LINKER Vorsitzender im Kreistag kommentiert die Vorgeschichte:

 

Es ist ein schöner Erfolg auch für uns LINKE, dass Nordsachsen mit rund 105 Mio. Euro, davon  67 Mio. Fördermitteln vom Bund,  28 Mio. vom Land und 10 Mio. Eigenmitteln der Kommunen nun endlich den Sprung in eine flächendeckende Versorgung mit dem schnellen Internet zu meistern scheint. Dr. Michael Friedrich, LINKER Vorsitzender im Kreistag kommentiert die Vorgeschichte:

„Bereits zur Sitzung des Kreistages am 24. März 2010 hatte die LINKE per Antrag den zuständigen Regionalvertreter der Telekom zur Berichterstattung veranlasst, wie sich der Großkonzern den Ausbau des schnellen Internet in den unterversorgten Gebieten Nordsachsens vorstellt. Diese Auskunft war desaströs. Sie  lief im Kern darauf hinaus, dass die Telekom nur dort investieren werde, wo sich dies für sie auch rechne. In den unterversorgten ländlichen Gebieten zu investieren sei „brutal kostenintensiv“. Die „Lücken“ sollten deshalb andere Anbieter schließen.  Die CDU gab damals zu Protokoll, nicht der Landkreis sei für die Internetversorgung verantwortlich, denn die Kommunen seien selbstverwaltet und damit auch für ihre Internetversorgung zuständig.

Inzwischen  hat beim Landrat und beim Kreistag ein deutliches Umdenken stattgefunden, und das ist gut so. Die flächendeckende Versorgung mit Internet nach dem aktuellen Standard von 50 Mbit/sec lässt sich nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund, Land und Kommunen bewältigen. Deshalb sind die 105 Mio. Euro eine echte Investition in die Zukunft. Gut angelegtes Geld also, um Nordsachsen von seinem wenig rühmlichen Platz 367. im letzten Siebentel des Landkreis-Rankings weiter nach vorn  und die Wirtschaft voran zu bringen. Schnelles Internet ist heute nicht weniger wichtig als eine gute Straßenanbindung und  die Versorgung mit Energie und Wasser.“

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