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Foto: Verena Berk / pixelio.de

Kita-Berufe jetzt aufwerten!

Dr. Michael Friedrich

Durch die Streiks in zahlreichen kommunalen Kindertagesstätten ab nächster Woche kommen auf viele Eltern jetzt schwere Zeiten zu. Denn das Recht, unbezahlten Urlaub für den Fall zu nehmen, dass es keine anderen Betreuungsmöglichkeiten gibt, ist auch nur wenig tröstlich. Die LINKE unterstützt dennoch ausdrücklich die Forderung der Gewerkschaft ver.di nach einer besseren Bezahlung und höheren Eingruppierung mit zeitgemäßen Tätigkeitsmerkmalen für die Erziehungsberufe.

Durch die Streiks in zahlreichen kommunalen Kindertagesstätten ab nächster Woche kommen auf viele Eltern jetzt  schwere Zeiten zu. Denn das Recht, unbezahlten Urlaub für den Fall zu nehmen, dass es keine anderen Betreuungsmöglichkeiten gibt, ist auch nur wenig tröstlich.

Die LINKE unterstützt dennoch ausdrücklich die Forderung der Gewerkschaft ver.di nach einer besseren Bezahlung und höheren Eingruppierung mit zeitgemäßen Tätigkeitsmerkmalen für die Erziehungsberufe. Es reicht nicht, in Sonntagsreden die Bedeutung und die Unverzichtbarkeit der Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst anzuerkennen und allgemein für deren Wertschätzung zu werben, doch keinen Grund für eine bessere Einstufung zu sehen. Da viele Erzieher/-innen nur in Teilzeitarbeit tätig sind bzw. tätig sein dürfen und oftmals mit deutlich unter 2000 Euro brutto nach Hause gehen, besteht hier akuter Handlungsbedarf. Gleiches gilt auch für Kinderpfleger/-innen, Sozialassistenten/-innen, Sozialarbeiter/-innen, Sozialpädagogen/-innen, Heilerziehungspfleger/-innen und Heilpädagogen/-innen.

Durch die von ver.di geforderte bessere Gehaltseinstufung in den kommunalen Einrichtungen würden indirekt auch die Beschäftigten bei den Freien Trägern profitieren, deren Verdienst vielfach noch 10 bis 15 Prozent niedriger liegt. Auch hier gilt die gewerkschaftliche Forderung: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Es ist höchste Zeit, endlich die verantwortungsvolle Betreuungs- und Beziehungsarbeit in den Kitas und Sozialeinrichtungen durch eine angemessene und angeglichene Entlohnung anzuerkennen. Deshalb aufwerten jetzt!

Dr. Michael Friedrich, Fraktionsvorsitzender

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