Aktuelle Meldungen
Konsens zur Orchesterfinanzierung ist möglich
In einer gemeinsamen Fraktionssitzung der LINKEN der Kreistage Leipzig und Nordsachsen unlängst in Eilenburg wurden erfolgreich die Chancen für das Überleben der beiden Kulturraumorchester ausgelotet. Dazu sagt Dr. Michael Friedrich, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in Nordsachsen:
In einer gemeinsamen Fraktionssitzung der LINKEN der Kreistage Leipzig und Nordsachsen unlängst in Eilenburg wurden erfolgreich die Chancen für das Überleben der beiden Kulturraumorchester ausgelotet. Dazu sagt Dr. Michael Friedrich, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in Nordsachsen:
Sowohl das Leipziger Symphonieorchesters (LSO) als auch die Sächsische Bläserphilharmonie (SBP), die beide zu einem beträchtlichen Teil über unserem Kulturraum finanziert werden, haben realistische Überlebenschancen, wenn unser Landkreis den nunmehr greifbaren Konsens mit dem Nachbarn im Süden sucht. Diesen Optimismus schöpfe ich aus der Tatsache, dass sich beide Orchester jetzt endlich deutlich bewegt und ihrerseits fundierte Vorschläge unterbreitet haben, um ihre Zuhörerschaft in Nordsachsen bis 2018 im Vergleich zur Spielzeit 2013/2014 in etwa zu verdoppeln und weitere Einnahmequellen zu erschließen.
Dies kann durch die Etablierung von Anrechtsreihen in den Mittelstädten und den Ausbau des Angebots an Schülerkonzerten geschehen. Eine moderate Anhebung der Kartenpreise, ein verbessertes Marketing, die Akquise von Fördermitteln des Bundes für Sonderprojekte der Bläserakademie und vor allem der Verkauf sogenannter Dienste, d. h. von Lehrtätigkeit an die Musikschulen in beiden Landkreisen wären weitere wichtige Elemente, damit die Einnahmesituation der Orchester gesunden kann. Auch ein vorsichtiger und sozialverträglicher Personalabbau in beiden Orchestern sollte länger kein Tabu sein.
Für die LINKE ist klar: Beide Orchester gehören untrennbar zur Kultur im Landkreis. Ein Ausspielen des LSO gegen die SBP oder gar der gesamten Orchesterfinanzierung gegen die Finanzierung der „übrigen“ Kultur darf es nicht geben. Deshalb sind wir aufgerufen, den gegenüber dem Landkreis Leipzig unsolidarischen Blockadebeschluss vom 22.04.2015 zu unseren Kulturpolitischen Schwerpunktsetzungen im Kulturraum, der jegliche Bewegung bei der Orchesterfinanzierung ein für allemal verbietet, noch einmal zu modifizieren. Ich erwarte von Landrat Emanuel, in diesem Sinne mit allen Fraktionen im Kreistag, aber auch mit unserem Nachbar-Landrat Graichen zu verhandeln, damit beide Orchester mit der Juni-Kreistagssitzung eine positive Perspektive erhalten.
Dr. Michael Friedrich, Fraktionsvorsitzender


