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LINKE begrüßt Orchesterinitiative von Kunstministerin Stange

Dr. Michael Friedrich

Auf Initiative von Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange (SPD) hat das Regierungskabinett in Dresden unlängst beschlossen, die Kulturräume in Sachsen in den nächsten vier Jahren mit jeweils 10 Mio. Euro zusätzlich auszustatten. Von diesen insgesamt 40 Mio. Euro sind jährlich 7 Mio. Euro, also insgesamt 28 Mio. Euro für die Orchester und Theater vorgesehen.

Zudem werden die allgemeinen Zuweisungen um jährlich 3 Mio. Euro erhöht.

 

Dr. Michael Friedrich, Vorsitzender der LINKEN im Kreistag begrüßt diese Entscheidung:

Das ist ein längst überfälliger Schritt, der in die richtige Richtung geht. Ich sehe die Chance, dass der unsägliche Orchesterstreit, der den Kreistag seit mindestens drei Jahren bedrückt und leider auch entzweit hat, doch noch zu einem guten Ende geführt werden kann. Vorausgesetzt, unser Landkreis leistet seinen notwendigen Eigenanteil an der Aufstockung der Kulturraummittel. Dann müssen sowohl das Sächsische Sinfonieorchester als auch die Bläserakademie als anerkannte regionale Qualitätsklangkörper ihre Musiker und Angestellten ab 2019 nicht mehr nach dem derzeitigen dürftigen Haustarif bezahlen, sondern können der tariflichen Vergütung zumindest ein beträchtliches Stück näher kommen.  Musiker, Techniker und andere Angestellte dieser Orchester leisten eine hervorragende Arbeit im Sinne der kulturellen Vielfalt auch jenseits der Großstädte. Dafür müssen sie gerecht bezahlt werden.

Gleichwohl bleibt die Erwartung der LINKEN bestehen, dass beide Orchester ihre bislang unbefriedigende Auftrittsfrequenz speziell in unserem Landkreis deutlich erhöhen.  Gut ist, dass die Mittelerhöhung für die Kulturräume nicht nur den Orchestern, sondern auch der bildenden Kunst, den Bibliotheken, der Soziokultur, dem Film und anderen Branchen zugutekommt. Damit sollten sie unsäglichen Neiddebatten zwischen den verschiedenen Kultursparten beendet sein.

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