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Pressemitteilung - Dispozinsen müssen gedeckelt werden!

Dr. Michael Friedrich; S.Karawanskij

Die Stiftung Warentest hat unlängst erneut die Abzocke der Banken und Sparkassen mit Dispozinsen angeprangert. Bei einer deutschlandweiten Untersuchung von 1.538 Kreditinstituten wurden Überziehungszinssätze von bis zu 14,75% festgestellt. Die Bundesregierung lehnt eine gesetzliche Deckelung der Dispozinsen ab. Commerzbankchef Martin Blessing kommentiert gar: Je billiger das Geld, desto höher verschulden sich die Verbraucher. Der Dispozins solle bewusst auch ein Anreiz sein, das Konto nicht langfristig zu überziehen.

Die Stiftung Warentest hat unlängst erneut die Abzocke der Banken und Sparkassen mit Dispozinsen angeprangert. Bei einer deutschlandweiten Untersuchung von 1.538 Kreditinstituten wurden Überziehungszinssätze von bis zu 14,75% festgestellt. Die Bundesregierung lehnt eine gesetzliche Deckelung der Dispozinsen ab. Commerzbankchef Martin Blessing kommentiert gar: Je billiger das Geld, desto höher verschulden sich die Verbraucher. Der Dispozins solle bewusst auch ein Anreiz sein, das Konto nicht langfristig zu überziehen.

Susanna Karawanskij, Direktkandidatin der LINKEN zur Bundestagswahl sagt dazu:

 „Hohe Dispozinsen als aktiver Verbraucherschutz – zynischer geht’s wirklich nicht mehr! Viele Menschen leiden unter den hohen Zinsen ganz gewiss nicht deshalb, weil sie sich jede Woche ein neues Handy kaufen. Sondern weil sie durch niedrige Einkommen immer wieder gezwungen sind, für unvorhergesehene Ausgaben wie deftige Nebenkostennachzahlungen oder eine kaputte Waschmaschine einen kurzlaufenden Überziehungskredit aufzunehmen. Solche Situationen sind alles andere als spaßig. Theoretisch könnte zwar ein günstigerer Ratenkredit nachgefragt oder das Kreditinstitut gewechselt werden. Jedoch einmal im Dispo, geht die wahre Verhandlungsmacht der Bankkundinnen gegen Null. Oft öffnet sich dadurch eine Spirale wachsender Verschuldung von Privathaushalten, im Extremfall bis hin zur Privatinsolvenz. Im Bundestag werde ich mich vehement für eine Deckelung der Dispozinsen deutlich unter 10% einsetzen.“

Dr. Michael Friedrich, Fraktionschef der LINKEN im Kreistag ergänzt:

„Die erneute Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt, dass unser am 20. März 2013 im Kreistag mehrheitlich leider abgelehnter Antrag zur Begrenzung der Dispozinsen der Sparkasse Leipzig nach wie vor aktuell ist. Allein in Nordsachsen gibt es mindestens 3000 Privathaushalte, die aus den unterschiedlichsten Gründen in eine Überschuldungssituation geraten sind. Es kann nicht sein, dass sich die Banken Geld zu einem Zinssatz von gegenwärtig nur 0,5% von der Europäischen Zentralbank EZB leihen, während die Dispozinsen unserer Sparkasse Leipzig bei 12,11 %  liegen. Damit bewegen wir uns  wenig rühmlich im hinteren Mittelfeld. Gerade ein öffentliches Kreditinstitut mit starker Stellung im Privatkundengeschäft darf nicht nur das lobenswerte Sponsoring von Kultur und Sport im Focus haben, sondern muss auch an die Situation der Einkommensschwächeren in der Region denken.“

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