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Startbahn in den Größenwahn
Zur jüngsten Äußerung von Landrat Czupalla im mdr Sachsen, der Flughafen Leipzig/Halle benötige eine dritte Start- und Landebahn, um seine Position als zweitgrößter Frachtflughafen in Deutschland zu halten, bemerkt Dr. Michael Friedrich, Vorsitzender der LINKEN im Kreistag Nordsachsen: Bis zum 1. April ist noch eine Weile hin. Landrat Czupalla täte gut daran, aus seinem Testballon zur Provokation aller Lärmgeschädigten und Bürgerinitiativen rund um den Flughafen die Luft abzulassen.
Zur jüngsten Äußerung von Landrat Czupalla im mdr Sachsen, der Flughafen Leipzig/Halle benötige eine dritte Start- und Landebahn, um seine Position als zweitgrößter Frachtflughafen in Deutschland zu halten, bemerkt Dr. Michael Friedrich, Vorsitzender der LINKEN im Kreistag Nordsachsen:
Bis zum 1. April ist noch eine Weile hin. Landrat Czupalla täte gut daran, aus seinem Testballon zur Provokation aller Lärmgeschädigten und Bürgerinitiativen rund um den Flughafen die Luft abzulassen. Der Flughafen hat ganz gewiss andere Probleme als ausgerechnet jetzt, da die vorhandenen beiden Start- und Landebahnen auch nicht annähernd ausgelastet sind, über eine dreistellige Millionensumme in eine absehbare Investruine nachzudenken. Die natürlich der Weihnachtsmann bezahlt, denn weder die Stadt Leipzig noch der Hauptanteilseigner, das Land Sachsen werden diese Summe stemmen können. Und aus guten Gründen auch nicht wollen.
Erst recht sollte unser Landkreis, der seit 2009 ohne ausgeglichenen Haushalt leben muss und damit kommunale Selbstverwaltung nur noch als Farce erlebt, sich an solch einer Fehlinvestition nicht die Finger verbrennen. Landrat Czupalla täte gut daran, sich den Problemen im eigenen Haus zuzuwenden und mit seinen nun schon gewohnt schnörkellosen Ansagen den richtigen Ansprechpartner, den Freistaat Sachsen in die Pflicht zu nehmen. Damit endlich über eine auskömmliche Landeshilfe unser angeblich bereits anerkanntes Strukturdefizit ausgeglichen wird und der permanente Haushaltsnotstand aufhört. Und damit unsere mit teurem Berateraufwand lange vorbereitete Krankenhausstiftung endlich das Licht der Welt erblickt.
