Aktuelle Meldungen
Taucha zwischen Leipzig und Nordsachsen
Am 14. Oktober 2016 tagte DIE LINKE. im Kreistag Nordsachsen im Rittergut in Taucha gemeinsam mit dem Tauchaer Bürgermeister Tobias Meier, dem Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE im sächsischen Landtag Rico Gebhardt, der nordsächsischen Bundestagsabgeordneten Susanna Karawanskij und der sächsischen Landtagsabgeordneten Luise Neuhaus-Wartenberg. Das Thema war „Taucha als Scharnier zwischen Leipzig und Nordsachsen“.
Vom schnellen Wachstum Leipzigs profitieren auch die Städte im Umland. Eilenburg und Delitzsch forcieren das mit Imagekampagnen. Besonders rasant wächst dabei Taucha, wie Bürgermeister Tobias Meier in Zahlen darstellte. Waren es vor drei Jahren noch unter 15.000 Einwohner so hat die direkt an Leipzig angrenzende Stadt jetzt knapp 16.000 Einwohner. Dabei kommt der Zustrom nicht nur aus Leipzig, sondern auch aus den alten Bundesländern.
Die Infrastruktur kann gar nicht so schnell wachsen. So reichen die Kapazitäten an den Schulen nicht mehr für Kinder aus Leipzig wobei Taucha ein relativ großes Gymnasium hat. Die ÖPNV-Anbindung an Leipzig ist mit S- und Straßenbahn sehr gut. Der City-Tunnel hat da viel gebracht, was die Stadt auch für junge Familien attraktiv macht. Der Anschluss des Umlandes an die Kernstadt ist jedoch schlecht. Anrufbusse werden wenig genutzt, da die Tauchaer Taxiunternehmen dieses Spektrum besser abdecken können.
Der Vorteil, dass man schnell nach Leipzig pendeln kann, führt aber auch dazu, dass viele Einwohner nicht in Taucha einkaufen. Auch eine Gewerbe- oder Händlervereinigung fehlt. Die Ansiedlung der Drogerie Rossmann am Markt hat die Innenstadt stabilisiert. Als Grundzentrum im Verdichtungsraum um Leipzig übernimmt Taucha eigentlich schon Aufgaben eines Mittelzentrums.
Die Metropolregion Mitteldeutschland könnte eine Chance bieten, dass Leipzig und das Umland noch besser voneinander profitieren. DIE LINKE. im Kreistag Nordsachsen hat dazu im Januar dieses Jahres eine Anfrage an den damals noch amtierenden Landrat Michael Czupalla gestellt. Nordsachsen will der Metropolregion nach dessen Antwort noch nicht beitreten, sondern deren Entwicklung erst einmal beobachten. Unsere Fraktion wird zu gegebener Zeit noch einmal beim neuen Landrat Kai Emanuel nachhaken.
