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Unsere Solidarität gilt den Schlecker-Mitarbeiterinnen
Unsere volle Solidarität gilt den Schlecker-Beschäftigten, die kurz vor Ostern ihre Kündigung erhalten werden. In unserem Landkreis betrifft dies u. a. zwei Filialen in Eilenburg und eine in Delitzsch.
Unsere volle Solidarität gilt den Schlecker-Beschäftigten, die kurz vor Ostern ihre Kündigung erhalten werden. In unserem Landkreis betrifft dies u. a. zwei Filialen in Eilenburg und eine in Delitzsch.
Die schwarz-gelbe Staatsregierung in Dresden ist eine der Hauptverantwortlichen dafür, dass sich die Länder nicht auf eine 70 Mio.-Euro-Bürgschaft für eine Schlecker-Auffanggesellschaft einigen konnten. Damit stehen bundesweit rund 11.000 Schlecker-Beschäftigte vor der Kündigung. Diese werden nun direkt auf einen Arbeitsmarkt entlassen, bei dem für Qualifikationen im Einzelhandel auf eine offene Stelle rund zwölf Arbeitslose kommen.
Es ist nicht nur absurd, nein es ist geradezu demokratiefeindlich, dass der ultraorthodoxe Marktradikalismus einer Kleinstpartei, die bei der Sonntagsfrage gerade mal zwischen 2 und 3 Prozent Wählerzustimmung dahin dümpelt, eine vernünftige Lösung im Sinne der sonst so gepriesenen sozialen Marktwirtschaft verhindert. Der FDP wird diese Politik der kalten Herzen nichts nutzen. Der Gesellschaft aber schadet sie gewaltig, denn die jährlichen Kosten der neu entstehenden Arbeitslosigkeit veranschlagen Experten mit jährlich rund 113 Mio. Euro. Das ist weitaus mehr als die Kosten der Bürgschaft für den wenig wahrscheinlichen Fall, dass diese doch einmal fällig werden sollte. All dies geschieht ausgerechnet in der gleichen Woche, in der der Bundestag über den erweiterten Euro-Rettungsschirm in Höhe von mindestens 750 Mrd. Euro verhandelt. Für die Banken und die Finanzindustrie ist offenbar problemlos das 10.700-fache dessen vorhanden, was für eine Schlecker-Bürgschaft benötigt worden wäre. Zynischer kann Politik kaum sein.
Dr. Michael Friedrich, Fraktionsvorsitzender LINKE
