Presseartikel
CDU-Nachwuchs und Linke kritisieren Sparkassen-Pläne
Nordsachsen. Die Pläne der Sparkasse Leipzig, in Nordsachsen zwei Filialen sowie mehrere Selbstbedienungs-Center einzusparen, treffen in der Politik auf Kritik.
Nordsachsen. Die Pläne der Sparkasse Leipzig, in Nordsachsen zwei Filialen sowie mehrere Selbstbedienungs-Center einzusparen, treffen in der Politik auf Kritik. Michael Friedrich, Fraktionsvorsitzender der Linken-Fraktion im Kreistag sieht „in diesem befremdlichen Agieren einen eklatanten Verstoß gegen das selbstgewählte Motto ,Vertrauen, Nähe, Engagement’, das den Rechenschaftsbericht 2015 der Sparkasse Leipzig ziert“. Die Leidtragenden seien meist Ältere, die mit Online-Banking nichts mehr anfangen können. Natürlich müsse das Institut betriebswirtschaftlich handeln und Reserven bilden. Zugleich leiste sich die Sparkasse jedoch ein umfangreiches Sponsoring.
Auch die Junge Union (JU), die Nachwuchsorganisation der CDU, kritisierte das Vorhaben. Es sei im Interesse aller Generationen, eine flächendeckende Versorgung mit Bargeld im ländlichen Raum sicherzustellen, erklärte Florian Stehl, Vorsitzender der JU Nordsachsen. „Die Pläne der Sparkasse Leipzig stehen dem allerdings entgegen.“ Auch junge Menschen setzen weiter auf Bargeld, so Stehl weiter. „Es ist in der deutschen Gesellschaft viel tiefer verwurzelt, als beispielsweise in den skandinavischen Ländern.“ Die Schwierigkeiten in der Finanzwirtschaft seien der JU bekannt, „daher plädieren wir nicht, für den Erhalt aller SB-Standorte und Filialen, sondern für eine Auswahl, die nicht die Fläche betrifft. Gerade kleine Kommunen benötigen die ständige Erreichbarkeit eines SB-Schalters.“
Die Sparkasse Leipzig will in Nordsachsen die Filialen im Delitzscher Sonnenwinkelweg und in der Eilenburger Lilienstraße sowie acht Selbstbedienungscenter – unter anderem in Oschatz, Rackwitz und Wiedemar – schließen.
