Presseartikel

Heide Spa in Bad Düben: Nordsachsen stimmt für Sanierung und Chefwechsel

Hagen Rösner (LVZ)

Das Heide Spa in Bad Düben muss dringend saniert werden. Kostenpunkt: rund 33 Millionen Euro. Nordsachsens Kreistag hat nun beschlossen, entsprechende Fördermittel zu beantragen. Außerdem soll ein neuer Betreiber her.

Bad Düben. Die Sanierung des Heide Spa in Bad Düben ist in greifbare Nähe gerückt. Die Freizeiteinrichtung im Herzen der Dübener Heide ist in die Jahre gekommen und benötigt dringend eine bauliche und konzeptionelle Auffrischung. Der nordsächsische Kreistag hat in dieser Woche den Weg für die nächsten Schritte freigemacht. Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich der Ausschreibung und Vergabe von Planungsleistungen ebenso zu wie der Beantragung von Fördermitteln zur baulichen Neuordnung und Weiterentwicklung des Bad- und Saunabereiches.

Außerdem wurde ein Beschluss zur Suche nach einem externen Dritten gefasst. Dieser soll das operative Geschäft der Kurbetriebsgesellschaft Dübener Heide und des Heide Spa betreiben. Der Auftrag würde sowohl die Zeit während der Bauphase als auch die danach betreffen.

33,6 Millionen Euro für das Vorhaben

Damit ist jetzt der Weg frei, um Fördermittel vom Freistaat Sachsen abzurufen. Von rund 33,6 Millionen Euro war beim vergangenen Kreistag die Rede. „Für mich ist das auch ein Novum“, sagte Landrat Kai Emanuel. „Mir wurde signalisiert, dass das Geld zur Verfügung steht und wir dringend gebeten werden, einen Fördermittelantrag zu stellen“, so der Landrat. „Unser aller Erfahrung ist es jedoch, dass es genau andersherum ist. Man gibt einen Fördermittelantrag ab und dann hofft man inständig, dass das Geld zur Verfügung gestellt wird“, so Emanuel weiter.

Bemerkenswert ist, dass der Landkreis die operative Tätigkeit am Heide Spa ausgliedern will. Im Zuge eines Vergabeverfahrens soll ein geeigneter und spezialisierter Dritter gefunden werden, der den Betrieb verantwortet. „Dies hat zur Folge, dass die wirtschaftlichen Risiken für die kommunalen Gesellschafter minimiert und der Betrieb auf höchstem fachlichem Niveau durchgeführt werden kann“, wurde den Kreisräten zugesichert.

Zugleich hofft man, durch die Einbindung eines externen Betreibers während der Bauphase eine ordnungsgemäße Bauüberwachung und -ausführung sicherzustellen. Dem externen Betreiber wird ermöglicht, alle über die Bad- und Saunabereiche hinausgehenden Geschäftszweige zu optimieren und somit einen wirtschaftlicheren Betrieb beider Gesellschaften zu realisieren.

Mit dem jetzigen Kreistagsbeschluss wird dem Landrat genehmigt, in der Gesellschafterversammlung die entsprechenden Abstimmungen zu treffen. Derzeit steht allerdings noch die Positionierung der Stadt Bad Düben aus, die ebenfalls in der Gesellschafterversammlung vertreten ist.