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Presseartikel

Sanierung des Heide Spa soll rund 33 Mio. Euro kosten

Kathrin Kabelitz, Torgauer Zeitung

Die Bade- und Saunalandschaft des Heide Spa muss dringend saniert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 33 Millionen Euro. Die Stadt Bad Düben hat ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben und prüft derzeit, ob das Spa überlebensfähig ist.

Es waren nicht mehr als zwei kurze Sätze, aber die hatten es in sich. Wie Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (WBD) zur jüngsten Beratung des Stadtrates informierte, habe ihr das Gremium im nicht-öffentlichen Teil der letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel einen Prüfauftrag erteilt, der die Zukunft des Heide Spa betrifft.

Grundlage ist eine gutachterliche Stellungnahme, wie Bad- und Saunalandschaften prinzipiell so gestaltet werden können, dass der Zuschuss für die Gesellschafter nach der Umgestaltung künftig so gering wie möglich gehalten werden kann.

Planungen kosten viel Geld

Zu den betrachteten Einrichtungen gehört das Heide Spa in Bad Düben. Dazu bedürfe es einiger Planungen, die allerdings viel Geld kosten. Geprüft werden, so Münster, müsse nun, ob es realistisch ist, diese in Angriff zu nehmen. Dafür habe sie den entsprechenden Auftrag bekommen.

Dabei geht es letztlich um Fragen wie diese: Wie kann das im Jahr 2000 als Kur-, Wellness- und Veranstaltungszentrum errichtete Heide Spa so umgebaut werden, dass es zukunftsfähig ist, und wie können dafür öffentliche Fördergelder genutzt werden? Fakt ist, dass die Bade- und Saunalandschaft nach über einem Vierteljahrhundert Betriebsdauer energetisch und auf einen auf die Bedürfnisse der Nutzer neu ausgerichteten Stand gebracht werden muss.

2022 ging Bad Düben im Kampf um Fördermittel leer aus

Handlungsbedarf besteht indes schon lange. 2022 hatte sich die Stadt um Gelder aus einem speziell für energetische Sanierungen von Schwimmhallen und Bädern aufgestellten Bundesprogramm bemüht. Bad Düben ging im Rennen um 15 Millionen Euro für die Sanierung der Becken sowie die Umstellung der Wärmeerzeugungsanlagen allerdings leer aus. 

Bisher war von einem Investitionsbedarf von rund 20 Millionen Euro die Rede – mittlerweile sind das weitaus mehr. Bad Düben, das 29 Prozent der Anteile inne hat, könne dies allein nicht stemmen, so Münster. Gefordert sind damit auch die beiden anderen Gesellschafter. Nordsachsen hält mit 51 Prozent die Mehrheitsanteile an der 1997 gegründeten Kurbetriebsgesellschaft, die Sparkasse Leipzig ist mit 20 Prozent beteiligt. Das in Auftrag gegebene Gutachten solle zudem ermöglichen, mit dem Freistaat in Fördermittelverhandlungen gehen zu können. 

Massive Einbußen bei Umsatzerlösen

Dass die finanzielle Lage äußerst angespannt ist, zeigte sich bereits beim Jahresabschluss 2024, den die Stadt als Gesellschafter im vergangenen November feststellte. Die Bilanz weist demnach einen Verlust von 1,544 Millionen auf.

Astrid Münster hatte damals massive Einbußen bei den Umsatzerlösen sowie hohe Aufwendungen in puncto Energie als Gründe benannt. Die Einrichtung werde auch künftig ein Zuschussgeschäft bleiben, machte sie klar.

Das Heide Spa mit Bade-, Wellness- und Saunalandschaft sowie Hotel gilt weit über die Grenzen hinaus als Aushängeschild Bad Dübens. Für die Kurstadt ist das Projekt zudem wichtig für die Verteidigung des zuletzt 2016 erteilten Kurstadt-Status. Die Re-Zertifizierung steht im Frühherbst an.

Der nun laufende Prüfauftrag laufe bis jetzt erfolgreich, ist Münster trotz der schwierigen Ausgangslage optimistisch. Voraussichtlich Ende März oder Anfang April liegen erste Ergebnisse und Erkenntnisse zum weiteren Vorgehen vor.

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