Presseartikel
Wer betreibt das Heide Spa in Bad Düben in Zukunft?
Die Bade- und Saunalandschaft muss dringend saniert werden – das kostet rund 33 Millionen Euro. Ob Fördermittel fließen und wie es um die künftige Betreibung steht – hier der aktuelle Stand.
Bad Düben. Die dringend notwendige Sanierung des Heide Spa in Bad Düben rückt näher. Der Landkreis Nordsachsen und die Stadt Bad Düben haben jetzt in gleichlautenden Beschlüssen den Gesellschaftervertrag geändert, der unter anderem eine Nachschusspflicht der Gesellschafter bis 2045 festsetzt. Der Betrag bewegt sich derzeit jährlich in sechsstelliger Höhe. Die Absicherung ist Voraussetzung für eine mögliche Förderung.
Ziel ist es, das als Kur-, Wellness- und Veranstaltungszentrum errichtete Heide Spa so umzubauen, dass es zukunftsfähig ist. Der Zuschuss der Gesellschafter – 51 Prozent hat der Landkreis, 29 Prozent die Stadt und 20 Prozent die Sparkasse – soll künftig bei null liegen. Landrat Kai Emanuel (parteilos) ist zuversichtlich: „Ich bin überzeugt, dass wir das Heide Spa so umbauen, dass ein wirtschaftlicher Erfolg eintritt.“
Antrag auf Fördermittel ist gestellt
Für die Sanierung sind Kosten in Höhe von 33,6 Millionen Euro veranschlagt. Rund 30 Millionen Euro aus dem GRW-Förderprogramm sind in Aussicht gestellt. Bauantrag und Fördermittelantrag seien Ende August gestellt worden und würden jetzt von der Landesdirektion Sachsen geprüft, so Bürgermeisterin Astrid Münster (WBD). Mit einem Bescheid werde noch dieses Jahr gerechnet.
Parallel dazu wird die Ausschreibung zur künftigen Betreibung vorbereitet. Thorsten Dressler, der seit vier Jahren das Amt des Geschäftsführers der Kurbetriebsgesellschaft Dübener Heide mbH sowie der Heide Spa Hotel GmbH & Co. KG inne, wird seinen Mitte 2027 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Die Eckdaten stehen: „Wir wissen, was wir auszuschreiben haben. Das läuft gut bis sehr gut“, so Münster. Zudem sei das Interessensbekundungsverfahren abgeschlossen. Einige, auch international tätige Unternehmen, hätten bereits signalisiert, das Heide Spa künftig betreiben zu wollen.
Wohlfühlfaktor und Gesundheitsförderung
Fest steht: Es wird eine Neuausrichtung geben. Mit der Schweizer Kannewischer-Gruppe hat ein renommiertes Unternehmen ein Konzept erarbeitet, das Aspekte der Wohlfühl-, Entspannungs- und Wellness- sowie Gesundheitsförderung in den Fokus stellt.
Die empfohlene Variante setzt auf gesundheitsorientierte Erholung – mit einem abwechslungsreicheren Beckenangebot, hoher Aufenthaltsqualität und ansprechender Gestaltung. Dabei sollen auch die vorhandenen Flächen im Bestandsgebäude besser ausgenutzt werden.
